Mit 6 Beinen über den Rothaarsteig
5:00 Uhr aufstehen, Tasse Kaffe, mit den Hunden raus.
6:30 Uhr, los geht’s.
Mit von der Partie, Herbert und Martin.
Den Rothaarsteigmarathon mag ich unter anderem weil ich noch zu Hause schlafen kann, die Anfahrt nicht so lange dauert und überhaupt habe ich an meine bisherigen 5 malige Teilnahmen nur gute Erinnerungen.
Bei der Ankunft merken wir schon dass es hier im Hochsauerland ca. 6 Grad kälter ist als im Bergischen was an den teilweise gereiften Autos zu sehen ist. Aber strahlen blauer Himmel läst auf gutes Laufwetter hoffen. Kalt aber trocken, Läuferherz was willst du mehr.
Erstmal mit den Hunden Gassi gehen. Die Anderen holen die Startunterlagen.
Das „Wässern“ der Hunde gestaltet sich etwas schwierig. Die sonst so geliebte Wassersuppe mit ein paar Spritzer Lachsöl wird von Bonny ignoriert. Sie erinnert sich an letztes Jahr wo nach unserem Zieleinlauf mehrere Kanonenpöller sie in Angst und Schrecken versetzte. Jetzt steht sie da mit eingekniffener Rute und zittert vor Angst. Sky aus Sympathie zu Bonny schlabbert lustlos in ihrem Napf.
Unser Start ist Punkt 11:00 Uhr. Martin läuft auch Marathon. Herbert startet 12:00 Uhr beim HM. Kersten mit Sky 12:25 Uhr bei den Nordic Walkern.
Von unserem Parkplatz aus werde ich mit Bonny aus dem Auto heraus starten weil unser „Ömchen“ seit Jahren unter einer Art „Geräuschphobie“ leidet. Lautsprecherdurchsagen und der Startschuss sind purer Stress. Erst nach dem Start hol ich sie aus dem Auto und lauf mit ihr die paar Meter zum Start/Ziel wo wir dann quasi einen „fliegenden Start“ hinlegen und das Feld von hinten aufrollen.

Unser Start. Die Läufermassen sind schon weg.

Nach ein paar Metern haben wir das Ende des Marathonfeldes erreicht und arbeiten uns bis zu Martin vor wo wir bei guter Unterhaltung bis Km 10 bleiben. Da wir hier keine Bestzeit laufen wollen sondern nach ca. 2 Jahren Marathonabstinenz auf Ankommen laufen nehmen wir uns an den Verpflegungspunkten Zeit. Martin ist auf persönlichen Rekord aus und entschwindet bald unseren Augen.
Bonny läuft Klasse! Mit leichtem Zug auf der Leine unterstützt sie mich leicht in der Vorwärtsbewegung ohne dass ich gegenhalten muss was sehr angenehm ist. Das überholen oder eingeholt werden von anderen Läufern ist kein Problem und da zeigt sie ihre ganze Routine. Manchmal meine ich sie fühlt sich uns Zweibeinern zugehörig.
An den Abzweigen wo sich die Marathonstrecke von der HM-Strecke trennt hat sie allerdings ihre Probleme. Die halbe Strecke hier am Rothaarsteig ist sie schon oft mit Kersten gewalkt und letztes Jahr mit mir gelaufen und deswegen will sie immer den Halben hinter her und kann gar nicht verstehen das ich sie in eine andere Richtung dränge. Eigentlich bin ich ja immer derjenige der sich verläuft. Die Hunde laufen die Strecke einmal und finden sie sogar nach Jahren wieder, egal zu welcher Jahreszeit.
Das Wetter ist wie gesagt ideal. Strahlender Sonnenschein, nicht zu warm im Schatten kühl das ich froh bin die Laufhandschuhe mitgenommen zu haben. Auch die Ärmel meines Laufshirt dienen als Wärmeregulator.
Der Laufuntergrund bietet alles. Von Asphalt, Schotter, Gras bis steiniger und weicher Waldboden ist alles vertreten. Dass ich hier nächstes Jahr barfuss unterwegs sein will kann ich mir bei diesen wechselnden Untergründen heute beim besten Willen noch nicht vorstellen. Minimal Footwear ist da wohl angebracht.
Da wir dieses Jahr einen relativ trockenen Traumherbst haben muss Bonny ziemlich lange auf ihre Getränkestationen (Pfützen) warten. Dabei läst sie sich allerdings wenig Zeit und nimmt im durchlaufen immer nur einen Schluck. Stehen bleiben nutzt nichts da sie die vorbeilaufenden Läufer nicht ziehen lassen will und keine Ruhe sich beim saufen lässt. An den Verpflegungsstationen gibt es der Außentemperatur entsprechend temperiertes Wasser. Da lasse ich Bonny aus dem Trinkbecher schlabbern. Hier nimmt sie sich allerdings auch keine Zeit. Ein Stück Banane für jeden und weiter geht es.

Ich beiß mir lieber auf die Unterlippe als das ich die Zunge raushängen lasse ;)
Bei Halbzeit liegen wir wie geplant im Laufplan. Endzeit soll um 4h 15min liegen. Da im zweiten Teil vom höchsten Punkt der Strecke größten Teils bergab führt mache ich mir darüber keine Sorgen auch wenn der obligatorische „Durchhänger“ noch bevor steht.
Am VP Skihütte Schanze ein kurzer Stopp. Irgendein Steinchen hat den Weg in den Schuh direkt unter den Vorderfuß gefunden. Beim Bücken merke ich wie steif ich nach über 30 km bin. Das aufstehen aus der Hocke fällt sichtlich schwer. Bonny bekommt einen extra Napf mit Wasser und ich einen nett gemeinten Spruch noch viel Spaß zu haben.
Jetzt beginnt für mich der schwierigste Teil der Strecke. Der Abstieg bis Latrop. Die -250 Hm auf wenigen Kilometer mag ich überhaupt nicht. Große Schottersteine auf dem Weg machen sich selbst durch gut gedämpfte Laufschuhe unangenehm bemerkbar. Bonny verhält sich wieder prima. Obwohl sie längst gemerkt hat das es jetzt Richtung Ziel geht läst sie sich ohne Gegenwehr zur Seite nehmen. Da läuft sie fast ohne Trieb nach vorn mit mir berg ab bis ich sie wieder frei gebe. Kein Zug nach vorn entlastet meine Oberschenkel merklich.
Endlich geschafft, wir sind in Latrop wo wir wieder auf dem HM treffen. Von hier geht es gemeinsam die letzten 7 km an dem gleichnamigen Bach bis ins Ziel nach Fleckenberg.
Ab Kilometer 35 wird es immer schwierig aber das relativ leichte Streckenprofil ließ uns die letzten Kilometer ohne größere Probleme bewältigen.
Für den letzten Kilometer hatte ich mir vorgenommen Schuhe und Socken auszuziehen und Barfuss durch Ziel zu laufen. Da geht es eh fast nur über Rasen. Gedacht, getan. Ein herrliches Gefühl. Die überhitzten Füße im feuchten Gras jubeln förmlich. Auf der Zielgeraden fragt mich noch einer was passiert sei. Ich sage dass alles in Ordnung ist. Muss wohl etwas eigenartig ausgesehen haben ich mit Schuhen in der Hand.
Im Ziel wartet schon Herbert auf uns. Ich bin einfach nur glücklich nach 2 Jahren wo ich mich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an die 42 km heran getraut habe die ganze Sache so gut durch gestanden zu haben. Werde zwar die nächsten Tage einen tierischen Muskelkater haben aber die Beschwerden die ich die letzten Jahre beim laufen über längere Distanzen hatte habe ich diesmal vermissen dürfen.
Bonny hat gute Arbeit geleistet und ich hoffe dass wir nächstes Jahr hier wieder zusammen über den Start fliegen werden.
Herbert war ja schon zufrieden im Ziel und auch Martin war mit seinem Lauf mehr als zufrieden. Fehlte nur noch Kersten und Sky. Die zwei kamen auch überglücklich in einer super Zeit. Wenn man bedängt das Kersten noch vor wenigen Jahren mit einem doppelten Bandscheibenvorfall zu kämpfen hatte und jetzt 22 km durchs Hochsauerland walkt!
Kersten und Sky. Alle Achtung!!
Sky war wieder happy ihre Bonny wieder zu sehen. Sie wird wohl nie akzeptieren dass sie Auch mal getrennt von Bonny laufen muß.
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Hierfür habe ich die Schuhsohle unter der Ferse längs eingeschnitten und die Platte der
CB-Bremse eingeschoben. Diese dann fest miteinander verschraubt. Fertig. Das Ergebnis ist unten zusehen.
Ferse wird sammt Bremse angehoben zum bremsen einfach zurücklehnen
Die Vorderräder sind mit einer Rücklaufsperre ausgerüstet so das Diagonal und Doppelstockschub mit Zwischenschritt kein Problem ist.
Skaten kann man natürlich auch !!
Alles in allem war der erste Eindruck des X-Plorer mit der Eigenbaubremse auf mich recht positiv. Dieses Gefühl hatte
ich seinerzeit von den Skikes und dem Cross Trainer nicht als ich zum ersten Mal drauf stand ;-)

Grüße aus dem Bergischen
Steffen
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Kleiner Erlebnisbericht Eulenkopflauf 27.12.2009
Pünktlich um 10:00 Uhr ging es los. Die 6 Minuten Gruppe ließen wir gleich ziehen, denn bei diesen Bodenverhältnissen war es besser wenn sich das Feld, dieses Jahr immerhin ca. 150 Teilnehmer, in die Länge zog und jeder sich auf den Untergrund konzentrieren konnte. Zeitliche Vorgaben wurden deswegen bei Zeiten verworfen so das es bis zum Ende laut Veranstalter, außer vielleicht ein paar blaue Flecken am Hintern, zu keinen größeren Verletzungen kam. Im Laufe der nächsten Stunden verwandelte sich der gefrorene Boden in ein zum Teil tiefes Geläuf.
Meinen Hunden Bonny und Sky machte es von Anfang an wieder sehr viel Spaß. Ich hatte ziemliche Mühe das Tempo für mich erträglich zu halten. Außer meinen Zweien waren noch Freya von Andree und Doro sowie ein junger Jagdhund in unserer Truppe der seinen ersten Marathon (glaube ich jedenfalls) lief. In der schnelleren Gruppe lief Anna mit ihren drei Sibirian Husky's den Brüdern Tuvik & Kioti sowie dem Neuzugang Bamur. Ein Teilnehmer hatte seinen Jagdhund an einer Schleppleine dabei. Ich weiß allerdings nicht ob sie zusammen die volle Distanz gelaufen sind?
Der "Eule" ist sehr hundefreundlich und ich habe nie das Gefühl das wir mit unseren Hunden nicht willkommen sind. Das spüren unsere Fellnasen auch. Besonders die Verpflegungspunkte, die sie mittlerweile zielsicher ansteuern haben es ihnen angetan. Deswegen leinen wir sie etwas Abseits an so das es keinen unliebsamen „Mundraub“ gibt ;-)
Mittlerweile fing es zu regnen an nach dem am Anfang schon mal die Sonne zu erahnen war. Später ging der Regen sogar in Schnee über. Dieser blieb aber im Gegensatz zu den Wuppertaler Höhen
um das Neandertal nicht liegen.
Der letzte Teil der Strecke hielt noch eine Überraschung parat. Von Schöller aus Richtung Mettmann kommend bog die Strecke anders als die Jahre zu vor, vor Wülfrath rechts in Richtung Ziel Düssel ab. Ich sah schon den Sportplatz (Ziel) und auf meinem GARMIN welcher noch keine 40 km anzeigte, als wir wieder die Hauptstraße überquerten und uns wieder von Start/Ziel entfernten. Damit hatte ich nicht gerechnet! Jetzt wurde es doch etwas schwer und es machten sich die schweren Beine bemerkbar. Das ständige gegenhalten bergab von mir gegen meine zwei „Turbo’s auf vier Pfoten“ machte mir dann doch zu schaffen.
Nach ca. 43,5 km waren wir dann aber zufrieden im Ziel angekommen.
Alles in allem wieder ein schöner Jahresausklang wenn auch ein paar Tage früher als gewohnt.
Danke an den Veranstalter mit seinen zahlreichen Helfern.
Wir kommen nächstes Jahr sehr gerne wieder.
Liebe Neujahrsgrüße von dem der mit den Hunden rennt.
Steffen
Mit GARMIN aufgezeichnete Strecke hier: Eulenkopflauf 2009
